Qualität entwickeln
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Das ist unser Motto: Wir entwickeln uns. Machen Sie es auch zu Ihrem!
Qualität lässt sich verbessern. Immer. Bleiben Sie dran.
Erfahren Sie mehr, indem Sie oben in die 12 kleinen Bilder klicken.
Das endlich-leben.net stellt als Wissensnetzwerk die Erfahrungen mit Endlich-Leben-Gruppen Ihnen zur Verfügung. Dazu benötigen wir Ihre Mitarbeit:
• Halten Sie mit uns Kontakt
• Stellen Sie uns Ihre besten und auch mögliche schlechte Erfahrungen zur Verfügung
Ein erster Schritt in Richtung Qualitätssicherung:
Wir werden Qualität definieren und messen.
Diesen Versuch hat die Psychotherapie-Forschung und Stressforschung ausführlich vorbereitet (vgl. die EVALUATION in "SPEZIAL Selbsthilfe" der AOK S. 20-21).
Wie das geht und ob das für Sie plausibel erscheint? Lesen Sie mehr. Klicken Sie oben ins nächste Bild.
Wir schlagen Ihnen eine Eingangs- und Ausgangserhebung per Fragebogenaktion vor.
Das bedeutet praktisch: Am Anfang und am Ende einer Endlich-Leben-Gruppe füllt jedes Gruppenmitglied einen Fragebogen aus.
Es ist beidesmal das selbe Fragebogenformat: gute 30 Min. mit identischen Fragen. Warum?
Auf diese Weisen kann ein Entwicklungsunterschied zwischen Anfang und Ende der Gruppenarbeit gemessen werden.
Die Fragen enthalten Fragen aus dem sogenannten R-S-T-Fragenbogen:
Der „Religiositäts-Struktur-Test“ (R-S-T) ist ein umfassender Test zur
systematischen Erfassung verschiedener Aspekte der Religiosität.
Er wird leicht variiert als sogenannter Religionsmonitor auch von der Bertesmann-Stiftung in Gütersloh genutzt.
Sein erstes Konstruktionsprinzip ist die unabhängige Erfassung von Zentralität und Inhalt
der Religiosität (Huber, 2003).
• Der Zentralitätsfaktor erfasst die allgemeine Stärke der Effekte der Religiosität,
• unabhängig davon wird durch den Inhaltsfaktor die Richtung dieser Effekte abgebildet.
Das zweite Konstruktionsprinzip ist die durchgängige Erfassung von Zentralität und Inhalt der Religiosität
in Bezug auf die von Stark & Glock (1968) postulierte allgemeine multidimensionale Struktur der Religiosität.
Durch die Berücksichtigung aller fünf religiösen Ausdrucksmöglichkeiten
1. Kognitives Interesse,
2. Ideologie
3. Gebet
4. Erfahrung
5. Gottesdienst
soll sichergestellt werden, dass eine breite und möglichst repräsentative „Verhaltensstichprobe“ von dem religiösen Erleben und Verhalten eines Menschen gewonnen wird.
Ein anderer Teil des Fragebogens enthält Fragen zur psychischen Gesundheit (vgl. den konsitenztheoretischen Ansatz von Klaus Grawe):
Für diese Fragen gibt es schon Vergleichswerte einer gesunden Bevölkerung, so dass die Veränderungseffekte nach einer Endlich-Leben-Gruppe eingeordnet werden kann.
Zum Beispiel so: vor der Gruppe zeigte der Wert eher die Vergleichswerte von psychisch Kranken und nach der Gruppe liegen die Werte im Bereich der Durchschnittsbevölkerung. Alleine die Erhebung zu Beginn der Gruppe wäre für viele schon interessant, um zu sehen, wie stark die Gruppenmitglieder unter psychischen Beschwerden leiden. Hier würde ich erwarten, dass leicht erhöhte Werte auftreten, aber nicht so hohe wie z.B. in einer stationären Behandlungssituation.
Für die Fragebögen über den Glauben im R-S-T gibt es solche Vergleichswerte (zum Glück) nicht, weil damit ja der Glaube oder bestimmte Glaubenshaltungen normiert würden. Aber
über die Veränderung zwischen vor und nach den Gruppen lassen sich schon Aussagen über die Richtung einer Veränderung von Glaubensbezügen machen. Z.B. mehr positive Emotionen gegenüber Gott.
1. Sie können die Daten natürlich nur für sich auswerten. Allein der Vergleich der beiden Fragebögen nach einem Jahr wird Ihren Gruppenmitgliedern zeigen, in welchen Themenfeldern und Symptomebereichen sie sich (positiv oder negativ) verändert haben.
2. Für uns als Netzwerk ist die zweite Variante wichtig: Lassen Sie uns die Daten zukommen und wir werten sie aus und schicken Ihnen die Auswertung wieder zu.
Der Vorteil: Ihre - natürlich anonymisierten– Daten können mit denen anderer Gruppenteilnehmender verglichen werden. Die Folgen…
1. Grundsätzlich: Wir können als Netzwerk wahrnehmen, welche Veränderungsdynamik in Endlich-Leben-Gruppen allgemein herrscht.
2. Wir können im Detail wahrnhmen: Welche Orte besonders deutliche Veränderungskompetenz zeigen. Damit wissen wir nicht: warum ist das so? Wir müssten dann mit Ihnen zusammen besonders hinschauen und nachprüfen, welche Variablen vielleicht eine Rolle spielen…
• Ist es die Gruppenleitungskompetenz?
• Ist es das Gemeindesystem
• Ist es die Zusammensetzung der Gruppe (regionale Besonderheiten?)
• Ist es die Kombination mit therapeutischen Bemühungen (Ärzte, Kliniken)
• Ist es eine spirituelle Kompetenz
Wir könnten auf diese Weise mit Ihnen herausfinden, wie sich die Prozesse von Endlich-Leben-Gruppen günstig beeinflussen lassen. Natürlich bleibt ein Faktor immer offen: Die Gnade Gottes, die jenseits menschlicher Verfügungsgewalt wirkt.
Wichtig für eine solche Untersuchung wäre die genaue Fragestellung. Wenn es darum geht, das "Wirken Gottes" zu messen, muss die Sache scheitern. Auch eine genaue Analyse, wie nun das Gruppenprogramm wirkt ist so nicht zu erreichen. Anhaltspunkte über das "wie" werden wir aber bekommen. Schließlich ist auch nicht genau zu klären, ob Veränderungen durch das Gruppenprogramm oder nicht etwa durch einen Arztbesuch, andere seelsorgerliche Gespräche, etc... während dieser Zeit entstanden sind.
Was auf jeden Fall geht, sind Aussagen über den Schweregrad der Beschwerden und über das Ausmaß von Veränderungen während der Zeit der Gruppe (wenn auch Fremdwirkungen nicht ausgeschlossen sind). Ebenso ist interessant, nach Zusammenhängen zu suchen zwischen Glaubenshaltungen und Grad der Verbesserung. Z.B. könnten diejenigen mit einem hohen Ausmaß an negativen Emotionen gegenüber Gott mehr profitieren als diejenigen mit einem niedrigen Ausmaß an negativen Emotionen gegenüber Gott.
Wie dieser Zusammenhang aber zustande kommt bleibt dann trotzdem vage. Aber vielleicht finden sich ja erste Hinweise in den Fragebögen.
Dasselbe Verfahren können wir auch landesweit oder regional anwenden.
So könnten wir die Schweizer Gruppen mit den Deutschen Gruppen in ihrer Dynamik vergleichen. Gibt es kulturell bedingte Unterschiede?
Oder wir können Nord-Deutschland mit Süd-Deutschland vergleichen.
Wenn noch andere Gruppen-Modelle mitmachen, wären sogar Vergleiche unterschiedlicher 12-Schritte-Systeme oder anderer Ansätze in Zukunft möglich.
Das Forschungsergebnis brächte vermutlich die folgende Aussage:
• Wir bekommen differenzierte Ergebnisse darüber, wieviel Prozent an Teilnehmenden von Endlich-Leben-Gruppen wie stark profitieren:
- im Blick auf ihre psychische Gesundheit
- im Blick auf ihre geistliche Entwicklung
Unser Ziel: Wir wollen die Endlich-Leben-Gruppenarbeit fortlaufend verbessern, so dass wir differenziert reagieren können auf Trends oder besondere Bedürfnisse.
Damit können wir unsere Schulungsangebote verbessern. Und am Ende wird die Qualität durch laufende Messungen als Thema ständig im Bewußtsein gehalten und hoffentlich auch verbessert.
Wem könnten diese Forschung nützen?
Sicher haben Gemeinden oder auch einzelne Gruppenleiter ein Interesse an ein qualitativ hochwertigen Gruppen-Arbeit.
Zwei weitere Institutionen werden starkes Interesse an unseren Ergebnissen zeigen:
• Die Krankenkassen
• Die NAKOS (Nationale Koordinierungsstelle für Selbsthilfegruppen in Berlin)
Durch die Forschungsergebnisse könnte finanzielle und ideele Förderung durch diese Institutionen für die weitere Verbesserung der Endlich-Leben-Gruppen-Arbeit hervorgerufen werden. Wir sind gespannt.
Natürlich hat die religions-psychologische Forschung allgemein einen großen Nutzen von dieser Ergebung. Die Endlich-Leben-Gruppen würden damit einen Beitrag zur Verbesserung fundierter Zusammenarbeit von Gesundheitssystem und christlicher Gemeinde leisten.
Anregungen und Entwicklung der Fragebögen entstanden durch die oben genannten Personen und Institutionen.
Wollen Sie die Fragebögen selbst ausprobieren? Hier können Sie einen Fragebogen bestellen.



