Alternativen zur Zertifizierung?


Muss es denn dieses Zertifizierungs-Modell sein? Das haben wir auch bedacht. Andere grundsätzlich auch mögliche Finanzierungsmodelle, haben wir diskutiert. Schließlich haben wir sie verworfen, weil wir glauben, dass unser Zertifizierungs-Vorschlag für alle Beteiligten so am besten ist. Denn es geht nicht nur um Geld…



Bittet doch um Spenden

*Eine reine spendenorientierte Finanzierung haben wir nicht gewählt. Denkbar wäre sie, viele machen es so, aber…

Warum? Wir glauben, dass wir auf gleicher Augenhöhe die Lasten, auch finanzielle Lasten, teilen sollten:


Mit Schritt 12 lernen wir, dass wir weitergeben dürfen, was wir empfangen haben. Dazu rechnen wir auch Finanzen. Durch Spenden entsteht nur eine einseitige Verantwortung.


Das Netzwerk wird so einseitig zum Gebenden und ist auf den guten Willen der Gemeinden angewiesen. Spenden dürfen alle zusätzlich ohnehin. Im Augenblick haben wir sowieso viel zu wenig Einnahmen!

Die Zertifizierung dient in erster Linie der Qualitätssicherung und es geht nicht zuerst darum, regelmässig Finanzen zu bekommen, d.h. als Finanzierungsinstrument. Wir benötigen grundsätzlich Spenden von Freundinnen und Freunden, die die Sache am Herzen ist. Auch "Zeitspenden" durch Mitarbeit ist immer nötig!.
Wer Mitglied im Verein werden möchte, zahlt einen Jahresbeitrag von 60€ und arbeitet nach seinen Möglichkeiten im Netzwerk mit.

Macht doch das Arbeitsmaterial kostendeckend

*Eine andere Möglichkeit wäre, das Arbeitsmaterial extrem zu verteuern.

Um die Kosten wirklich zu decken, benötigten wir zur Zeit einen Preis von 50 € pro Buch. Das würde den einzelnen Gruppenteilnehmern die Last aufbürden, lange bevor sie einen Nutzen für ihr Leben erlebt haben. Wir wollen aber, dass Gemeinden diese diakonische Arbeit tragen und verantworten. Gemeindeleitungen können vor Ort individuell überlegen, ob oder wie sie ihre TeilnehmerInnen an der Finanzierung beteiligen.


Es geht für uns nicht darum, Geld zu scheffeln, sondern um einen Beitrag von 1€ pro Sitzung, die wir für die Förderung Ihrer Arbeit einsetzen.

Verkauft das Arbeitsmaterial nur an Zertifizierte

* Die für uns extremste Variante: Wir geben Arbeitsmaterial nur noch exklusiv an zertifizierte Gemeinden zu hohen Preisen ab.

Das wollten wir nicht. Denn wir selbst haben das Material durch göttliche Regie auch ohne Lizensierung in die Hand bekommen, diese Freiheit wünschen wir allen. Auf der anderen Seite wollen wir die Arbeit und den Namen Endlich-Leben-Gruppe nicht der Beliebigkeit überlassen. Darum bekommen das Nutzungsrecht für den Namen nur zertifizierte Gemeinden, die verbindlich mit uns in einem Netzwerk kooperieren.


Andere können das Material auf ihre Verantwortung benutzen, bekommen aber keine Netzwerkunterstützung… und können manche Serviceleistungen nicht in Anspruch nehmen (z.B. die Auswertung der Selbsttests).

Macht euch doch nicht so viel Arbeit…

*Die Variante, gar kein Netzwerk weiter zu betreiben, aber das Arbeitsbuch ist in dieser Form noch jahrelang im Buchhandel zu kaufen.

• Diese Variante führt zu einem unverbundenem Nebeneinander. Die Folge: Jede Gemeinde muss den Rahmen für die Gruppen neu erfinden. Keiner kann von anderen lernen. Jeder erfindet also das Rad wieder neu. Diese Variante schien uns auch nicht wirklich hilfreich.


• Der Brunnen-Verlag wird Neuauflagen nach finanziellen Gesichtspunkten entscheiden und könnte den Verkauf einfach einstellen. Es muss also eine Instanz geben, die die Arbeit langfristig trägt, das kann kein Verlag für die Initiatoren der Idee übernehmen.• Die Verantwortung allein auf die Autoren zu legen, würde dem Geist der 12-Schritte-Gruppen auch nicht wirklich entsprechen. Die 3 Autoren waren aus je unterschiedlichem Hintergrund als Betroffene selbst Gruppenmitglieder und lernen für die Revisionen von den Feedbacks der Gruppenteilnehmenden.• Verbesserungen am Arbeitsmaterial muss eine größere Gruppe tragen (das Netzwerk). Ohne "so viel Arbeit" also können wir nicht mehr garantieren, dass es diese Arbeit überhaupt gibt oder Verbesserungen in hoher Qualität umsetzen.